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KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH | Befreiende Mit-Leidenschaft!? – Spirituelle Erkundungen zwischen Paradies und Gegenwartskrise

08.04.2026 10.04.2026

Kursbeschreibung

Das Seminar eröffnet einen spannenden Zugang zur religiösen Kommunikation in der pluralen und säkularen Stadtgesellschaft Berlins, inspiriert von Johann Baptist Metz Konzept der „Unterbrechung“. Dabei werden neue Perspektiven auf Compassion-Learning, kritische Religionspädagogik und ästhetische Wirklichkeitsgestaltung eröffnet. Im Zentrum steht das Thema Paradies und Paradising – kraftvolle Bildsprache und Lebensvisionen, die gerade im Kontext einer von Krisen geprägten Gegenwart neue Hoffnungsperspektiven eröffnen.

Lokale Berliner Kunstwerke dienen als lebendige Anregungen, die Spiritualität, Hoffnung und gesellschaftliche Konflikte sinnlich erfahrbar machen. Das Seminar verbindet theoretische Impulse mit biografischer Reflexion und praxisnahen Erkundungen im inspirierenden Austausch mit Künstler*innen und Theolog*innen.

Ziel und Vorgehensweise:

Das Seminar bietet einen vielschichtigen Zugang zur religiösen Kommunikation in der pluralen und säkularen Stadtgesellschaft Berlins. Inspiriert von Johann Baptist Metz’ Konzept der Unterbrechung und weitergeführt mit Louis Althussers Ideologiekritik entstehen neue Perspektiven auf Compassion-Learning – das Üben empathischer und verantwortlicher Mit-Leidenschaft – sowie auf kritisch-reflektierte Religionspädagogik und ästhetische Wirklichkeitsgestaltung. 

Im Mittelpunkt stehen die Themen Paradies und Paradising als kraftvolle Bildsprache und Lebensvisionen, die im Kontext aktueller Krisenerfahrungen neue Horizonte von Hoffnung und spiritueller Kreativität eröffnen.

Kurselemente:

  1. Interkulturalität, Ästhetik und Paradising
    Die ästhetische Gestaltung von Wirklichkeit wird im Licht pluraler Perspektiven reflektiert. Kunstwerke dienen als Resonanzräume für Paradising – zeitgenössische Visionen eines guten, befreiten Lebens. Die Teilnehmer*innen verorten sich selbst zwischen Sehnsucht, Kritik und Hoffnung.
  2. Kritisch-emanzipatorische Religionspädagogik in urbanen Kontexten
    Anhand urbaner Jesusbilder und anderer religiöser Symbolwelten wird diskutiert, wie Paradiesvorstellungen in Krisenzeiten neu gedeutet und angefragt werden. Gender-, race- und inklusionsspezifische Dimensionen werden in ihrer Bedeutung für die religiöse Bildung sichtbar gemacht.
  3. Compassion-Learning, rBNE und transformative Zukunftsbilder
    Der Blick weitet sich auf globale Entwicklungen im Compassion-Learning und in der religiösen Bildung für nachhaltige Entwicklung (rBNE). Gemeinsam soll erkundet werden, wie solche Ansätze zu „paradisierenden“ Prozessen werden können – zu gelebten Praktiken der Hoffnung, Verantwortung und solidarischen Transformation.

Jede Einheit schließt mit einer biografischen Reflexion, um den persönlichen Bezug der Teilnehmenden zu den behandelten Themen zu fördern.

Programm

Mittwoch, 08. April 2026

  • 09.00 Uhr: Begrüßung und Einführung in die Themen Pluralität, Säkularität und ästhetische Wirklichkeitsgestaltung als zentrale Lernräume urbaner Spiritualität.
  • 10.30 Uhr: Einheit 1 – Interkulturalität, Ästhetik und Paradising: Selbstverortung, Wahrnehmungsübungen und Kunst als spirituelle Brücke.
  • 13.00-14.00 Uhr: Mittagspause
  • 14.30 Uhr: Ateliergespräch mit Maike Domsel & Martin Sieron.
  • 17.00-18.00 Uhr: Biografische Resonanzrunde.

Donnerstag, 09. April 2026

  • 09.00-11.00 Uhr: Einheit 2 – Kritisch‑emanzipatorische Religionspädagogik in urbanen Kontexten: Impulse zu urbanen Jesusbildern, Gender‑ und Diversitätsperspektiven.
  • 12.00 Uhr: Besuch der Gedächtniskirche – Symbolorte von Erinnerung und Transformation.
  • Mittagspause
  • 15.00-17.00: Spiritueller Impuls „Schöpfung und Laudato si‘“ mit Elisabeth Steffens.

Freitag, 10. April 2026

  • 09.00 Uhr: Einheit 3 – Compassion‑Learning, rBNE und transformative Zukunftsbilder: Globale Entwicklungen und praktische Zugänge.
  • 11.00 Uhr: Stadtrundgang „Berlin als Ort der Versöhnung und Erinnerung“.
  • Cafébesuch
  • 13.00 Uhr-14.00 Uhr: Abschließende biografische Reflexion und Auswertung.

Referierende

PD Dr. Maike Domsel
Privatdozentin Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität
Bonn

Dr. Elisabeth Steffens
Lateinamerkanistin

Martin Sieron
Künster

Ort

Haus St.-Michael-Stift auf dem Gelände des Alexianer St. Hedwig-Klinikums, Große Hamburger Str. 5-11
Berlin, 10115

POSTANSCHRIFT
CTS BERLIN, Krausnickstr. 12a, 10115 Berlin

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